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Presseberichte über die HSG

 
 
 
Mehr Oberligaderbys durch die Quotientenregelung
Veröffentlicht am 23.04.2020 im Stader Tageblatt
 
Von der Quotientenregelung im Niedersächsischen Handballverband (HVN) profitieren gleich zwei Frauen-Mannschaften aus der Region. Nach dem Saisonabbruch aufgrund der Corona-Krise werden sich der VfL Horneburg und die HSG Bützfleth/Drochtersen in der nächsten Spielzeit gegenüberstehen.

Horneburg steigt aufgrund der Regelung des HVN nicht ab. Bü/Dro steigt aus der Landesliga in die vierte Spielklasse auf. Der VfL Stade, nach dem Abbruch Vizemeister der Oberliga hinter Aufsteiger BV Garrel, komplettiert das Trio aus dem Landkreis. „Das ergibt schöne Derbys in der nächsten Saison“, sagt der Horneburger Trainer Alexander Mirkens. Gerade Horneburg und Bü/Dro hätten in den vergangenen zehn Jahren immer tolle Kämpfe ausgetragen.

Der VfL Horneburg beendet die Saison auf dem vorletzten Platz. In einer regulären Spielzeit hätte es damit eigentlich nicht für den Klassenerhalt in der Oberliga gereicht. „Wir hätten den Klassenerhalt gerne sportlich perfekt gemacht“, sagt Mirkens. Auf dem Restprogramm des VfL standen noch drei Heimspiele. Da wäre, so der Trainer, etwas drin gewesen. In vielen persönlichen Gesprächen mit seinen Spielerinnen hörte Mirkens heraus, dass sie „eher traurig waren, dass es so zu Ende ging“. Gerade eine Nina Noltin, die zum VfL Stade wechselt, wollte die letzten Spiele im Horneburger Trikot noch gern bestreiten.
Trainer setzen auf die Jugend

Mirkens hat den Großteil seines Kaders zusammen für eine Oberligasaison, deren Start im Spätsommer noch ungewiss ist. Zwölf Feldspielerinnen schickt der Trainer ins Rennen. Er habe den Kader bewusst so klein gehalten. Drei A-Jugendliche seien eine Option für das nächste Jahr. „Seit Jahren haben wir wieder junge Spielerinnen im Verein. Wir ernten die Früchte der Jugendarbeit. Das entspricht unserer Philosophie“, sagt Mirkens.

Ihre aktive Karriere beenden und weiterhin als Trainerin und Betreuerin arbeiten wird Veronika Zoller. Ein Knorpelschaden im Knie zwingt sie dazu. Hinter Vanessa Becker und Denise Juda stehen Fragezeichen. Beide Spielerinnen haben bereits mehrere Kreuzbandrisse gehabt. „Das sind wichtige Spielerinnen. Unsere Haupttorschützinnen“, sagt Mirkens. Grit Herling, Trainerin der HSG Bützfleth/Drochtersen, setzt in der Oberliga ebenfalls auf die Jugend. Aus der aktuellen A-Jugend, die in der Landesliga Meister wurde, stoßen die Rückraumspielerinnen Caroline Suhr, Johanna von Dollen und Insa Horwege dauerhaft zur Mannschaft. Bü/Dro schließt die abgebrochene Saison eigentlich als Zweiter ab. Weil die dritte Mannschaft von Werder Bremen nicht aufsteigen darf, rücken die Kehdingerinnen in die Oberliga nach.
Jasmin Dietrich wird spielende Co-Trainerin

Das Konzept der Jugendarbeit sieht bei der HSG vor, dass die A-Jugend mindestens einmal pro Woche mit der Frauenmannschaft trainiert, damit Spielerinnen bei personellem Notstand jederzeit aushelfen können. Außerdem stößt Jasmin Dietrich zum Team. Aufgrund ihrer Erfahrung soll sie spielende Co-Trainerin werden.

Das Ziel, den Aufstieg in die Oberliga, hatte die HSG bereits vor der Corona-Krise ausgerufen. Vor vier Jahren spielte Bü/Dro bereits in der Oberliga, ging damals aber sportlich unter. „Das Team ist aber sportlich gewachsen und hat sich weiterentwickelt“, sagt Herling. Die Mannschaft gebe nie auf und habe bereits viele Spiele in den letzten zehn Minuten gedreht. „Deshalb haben wir Bock darauf, das Abenteuer Oberliga zu wagen“, sagt Herling. Die Trainerin macht dabei eine einfache Rechnung auf. Wenn ihre Spielerinnen mit der Konkurrenz konditionell 60 Minuten lang mithalten können, könnten sie auch Spiele gewinnen. Bü/Dro werde sich dabei nicht mit Teams wie den VfL Stade messen lassen, aber mit vielen anderen Vereinen der Liga.
Ein Blick in die übrigen Ligen

Die Quotientenregelung des HVN hat für die Männer des VfL Fredenbeck in der Oberliga keine Auswirkungen. Das Team bleibt im Mittelfeld der Tabelle. Der SV Beckdorf profitiert da schon eher. Denn bis zum Abbruch hatte der Club nur zwei Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. In der Nordsee-Staffel der Verbandsliga beenden der VfL Fredenbeck II und der VfL Horneburg die Saison im Mittelfeld. Der abstiegsgefährdete TSV Bremervörde hält die Klasse. Fredenbeck III und die Männer der HSG Bützfleth/Drochtersen rangieren ungefährdet im Mittelfeld der Landesliga Bremen. Ähnlich geht es dem SV Beckdorf II in der Landesliga Lüneburg.

Ganz in trockenen Tüchern sind die Abschlusstabellen des HVN nach dem Abbruch nach TAGEBLATT-Informationen noch nicht. Der Deutsche Handballbund (DHB) hat offenbar noch Justiziare an dieses Thema gesetzt, weil es in einigen Spielklassen eng wird beim Thema Aufstieg und bei gleichem Quotient (aus Punkten und Spielen) der direkte Vergleich greifen soll. Der HVN wartet demnach auf ein Rechtsgutachten des DHB. Außerdem haben die Vereine bis zum 15. Mai Zeit, sich für die entsprechenden Ligen anzumelden.

Wenn die Aufsteiger rechtssicher feststehen und die Meldungen vorliegen, ergeben sich die Größen der Ligen. Unklar ist zudem das Datum des Saisonstarts 2020/2021. Wenn die neue Spielzeit beispielsweise erst nach den Herbstferien losgehen kann, kommen die Vereine in Bedrängnis. Insider meinen, dass eine Oberligasaison mit 30 Spieltagen dann aufgrund der vielen Ferien- und Feiertage, an denen die Sporthallen geschlossen sind, kaum zu schaffen ist.
Kein Meister in der Bundesliga

Der Ligaverband HBF hat Regelungen zur Wertung der abgebrochenen Saison in der Handball Bundesliga Frauen bekanntgegeben. In dieser Saison wird es keinen Deutschen Meister geben, der Buxtehuder SV bleibt Siebter. Bereits Mitte März hatte die HBF kommuniziert, dass es keine Absteiger geben wird. Obwohl es keine Absteiger gibt, sollen mit den HL Buchholz 08-Rosengarten und dem SV Union Halle Neustadt zwei Teams in die 1. Bundesliga aufsteigen, wenn sie die nötigen Lizenzauflagen erfüllen. Damit wird in der kommenden Saison mit 16 Teams in der 1. Bundesliga gespielt. Mit zusätzlichen Absteigern soll die Zahl der Teams in der kommenden Saison wieder auf 14 reguliert werden.

Die Teilnehmer am Europapokal werden anhand der Tabelle beim Saisonabbruch ermittelt. Als Tabellensiebter wird der BSV nicht international spielen.

Das diesjährige Final Four im DHB-Pokal soll in der zweiten Jahreshälfte nachgeholt werden. Der DHB-Pokal 2020/21 soll hingegen in einer abgewandelten Form ausgetragen werden. Lediglich die 30 Vereine der 1. und 2. Bundesliga sollen an dem Wettbewerb teilnehmen.

Der Deutsche Handballbund (DHB) teilte mit, dass die Saison in der 3. Liga abgebrochen wird. Davon betroffen ist die zweite Frauenmannschaft des BSV. Meister und Aufsteiger werden mit einer Quotienten-Regelung ermittelt. Absteiger gibt es nicht. Auch die Spiele um die Deutschen Jugendmeisterschaften finden in diesem Jahr nicht statt. Die B-Junioren des VfL Horneburg waren für das Achtelfinale qualifiziert, auch die B-Juniorinnen des BSV hatten gute Chancen, sich für die Deutsche Meisterschaft zu qualifizieren.

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Die nächsten Termine:

Tabellen/Spielpläne:
-Mannschaften + Ligeneinteilung-
1. Herren - Landesliga Bremen Männer
2. Herren - Regionsoberliga Männer
Männl. B-Jg. - Regionsoberliga
Männl. E-Jg. - Regionsklasse Ost
1. Damen - Landesliga Bremen Frauen
2. Damen - Regionsoberliga Frauen
3. Damen - Regionsliga Frauen
Weibl. A-Jg.1 - Landesliga Nord
Weibl. B-Jg.1 - Landesliga Nord
Weibl. B-Jg.2 - Regionsoberliga
Weibl. C-Jg. - Landesliga Nord
Weibl. D-Jg.1 - Regionsliga Ost
Weibl. E-Jg.1 - Regionsklasse Ost
_MIXED Jgd F (MINIS I & II)
__Spielbetrieb und Ergebnisse__

07.03.2020:
1. Damen - Landesliga Bremen Frauen gegen TSV Bremervörde - 25:14
01.03.2020:
Weibl. A-Jg.1 - Landesliga Nord gegen Hagener SV - 32:21
29.02.2020:
1. Damen - Landesliga Bremen Frauen gegen Elsflether TB - 23:31