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Presseberichte über die HSG

 
 
 
Beim Beachhandball geht es vor allem um Spaß
Veröffentlicht am 05.05.2021 im Stader Tageblatt
 
Die Zahl der Beachhandball-Plätze im Landkreis Stade nimmt zu. Passend zu der Entwicklung dieser sommerlichen Handballvariante. Derzeit arbeiten die HSG Bützfleth/Drochtersen und der VfL Horneburg an ihren schmucken und turniertauglichen Spielstätten.

Maxine Baumgarten von der HSG Bützfleth/Drochtersen erklärt den Zwillingen Max und Claas Pahl während der Baggerarbeiten, wie sie die richtigen Tiefenmaße im Auge behalten. Zwischen der Sporthalle und dem Freibad in Bützfleth entsteht auf der Grünfläche gerade eine 18 mal 33 Meter große Fläche, in der am nächsten Tag schon der Sand für den kommenden Beachhandball-Platz geschüttet wird. Die Brüder sollen die Handballerin jetzt bei der Arbeit ablösen. „Für solche Arbeiten müssen wir ja nicht extra bezahlen“, sagt Olaf Bunge vom HSG-Vorstand. Er hat die Umsetzung des Beachhandball-Platzes organisiert.

Bunge lobt die Zusammenarbeit mit der Stadt und den Firmen, in „nicht mal drei Monaten“ konnten die jetzigen Arbeiten losgehen. Der Verein macht viel in Eigenleistung. Die Idee für den turniertauglichen Platz hatten die HSG-Spielerinnen Maxine Baumgarten und Büsra Ersoy während des Corona-Lockdowns. „Die Durchführung liegt in Frauenhand“, scherzt Baumgarten als Bauleiterin vor Ort. Sie sei zum „Aufpassen“ da. Die Kosten werden sich auf 10.000 bis 12.000 Euro belaufen, sagt Bunge, über Sponsoren finanziert. Das teuerste ist der Sand.

Olaf Bunge, der auch dem Präsidium des Handball-Verbandes Niedersachsen (HVN) angehört, sieht „eine positive Entwicklung“ im Beachhandball. Die Spaßvariante werde auch immer leistungsorientierter. Dieser Entwicklung wiederum stehe er persönlich „etwas zwiespältig“ gegenüber. „Beachhandball eignet sich sehr gut, um es zwischen den Saisons im Sommer zu spielen“, sagt Bunge. Der Spaß steht dabei im Vordergrund. So auch bei den Großveranstaltungen etwa in Cuxhaven. Das seien „Wahnsinnsveranstaltungen“, so Bunge, mit Stadion und Feldern mitten am Nordseestrand. In diesem Jahr fallen coronabedingt Meisterschaften aus.
Beachhandball-Serie als Punktspielbetrieb geplant

Der HVN plant deshalb eine eigene Beachhandball-Serie als Punktspielbetrieb. Wie viele Mannschaften das annehmen und wie es dann durchgeführt wird – mal schauen. Ob die HSG teilnimmt, ist fraglich. Der neue Platz soll aber ab Mitte Mai „intensiv genutzt werden“. Sieben, acht Mannschaften wird die HSG Bü/Dro bestimmt stellen können. Zwei Trainer sind im Beachhandball schon sehr aktiv. Bunge denkt auch an Schulkooperationen, da Beachhandball ein schöner Einstieg zum Handball sei. In naher Zukunft sollen in Bützfleth natürlich Turniere durchgeführt werden. Die Bedingungen auf der jetzigen Fläche seien optimal, zwischen Freibad und Sporthalle, mit Sanitäranlagen und Platz zum Zelten. Selbst Flutlicht sei an der Halle schon vorhanden und erweiterbar. Die HSG ist im Beachhandball-Modus.

Auch der VfL Horneburg legt sich einen Beachhandball-Platz an. „Ich habe den Gedanken schon lange mit mir herumgetragen“, sagt Christoph Hagedorn, stellvertretender Spartenleiter und Trainer der ersten Herrenmannschaft. Vor rund zwei Jahren wurden die Planungen konkreter. Die Horneburger gründeten ein Gremium, überlegten, wie sie das Handballtraining attraktiver gestalten könnten. Eine Erkenntnis: „Die Fun-Komponente wird im Vereinssport immer wichtiger“, sagt Hagedorn.

Als sich kurzfristig eine Firma für die Baggerarbeiten fand, ging es los. „Wir wollen die Corona-Zeit nicht ungenutzt lassen“, sagt Hagedorn. Ende März begannen die Arbeiten auf der Wiese hinter der vereinseigenen Sporthalle an der Hermannstraße. Auf einer Fläche von 30 mal 16 Metern wurden 340 Tonnen Mutterboden ausgehoben. Hinein kamen 13 Lkw-Ladungen feiner, mehrfach gewaschener Beachhandball-Sand mit geringem Lehmanteil. „Der lässt sich besser aus der Kleidung waschen“, sagt Hagedorn.

Der Mutterboden wurde zu Wällen rund um das Spielfeld aufgeschüttet, die noch begrünt werden und dann als Tribüne, Sicht- und Lärmschutz dienen sollen. Im nächsten Schritt werden die Spielfeldlinien und Tore installiert. Möglicherweise wird die Anlage umzäunt. Hagedorn spricht von Kosten im niedrigen fünfstelligen Bereich, finanziert durch die Handball-Sparte, Spenden und den Verein zur Förderung des Handballs in Horneburg. In dem Projekt steckt viel eigenes Engagement.

Eine Beachhandball-Sparte ist beim VfL nicht vorgesehen. Der Verein versteht den neuen Platz als Angebot für die Handballer. „Wir hoffen, dass er auch angenommen wird“, sagt Hagedorn. Beachhandball sei immerhin im Kommen. Hagedorn weiß aus eigener Erfahrung, dass Beachhandball eine sehr artistische und gelenkschonende Sportart sei – und an der frischen Luft auch eine gute Alternative zum Hallensport, der in der Corona-Pandemie immer wieder eingeschränkt wurde. Genau dasselbe haben sie sich auch bei der HSG Bützfleth/Drochtersen gedacht und freuen sich auf die kommenden Sommermonate auf dem Beachhandball-Platz.

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Die nächsten Termine:

Tabellen/Spielpläne:
-Mannschaften + Ligeneinteilung-
1. Herren - Landesliga Bremen Männer
2. Herren - Regionsoberliga Männer
Männl. B-Jg. - Regionsoberliga
Männl. E-Jg. - Vorrunde Regionsliga Ost
1. Damen - Oberliga Nord
2. Damen - Regionsoberliga Frauen
Weibl. A-Jg.1 - Landesliga Nord
Weibl. A-Jg.2 - Regionsoberliga
Weibl. B-Jg.1 - HVN/BHV Relegation 2020 VR OL WJB
Weibl. C-Jg. - Regionsoberliga
Weibl. D-Jg.1 - Vorrunde Regionsoberliga Ost
Weibl. E-Jg.1 - Vorrunde Regionsliga Ost
_MIXED Jgd F (MINIS I & II)
__Spielbetrieb und Ergebnisse__

11.10.2020:
1. Damen - Oberliga Nord gegen TV Oyten 2 - 26:34
03.10.2020:
1. Damen - Oberliga Nord gegen HSG Heidmark - 21:36
07.03.2020:
1. Damen - Oberliga Nord gegen TSV Bremervörde - 25:14